Die Mediation gewinnt immer mehr an Bedeutung und kann in Familiensachen inzwischen sogar gerichtlich angeordnet werden.
Co-Mediation bedeutet, dass die Mediationsverhandlungen von zwei Mediatoren geleitet werden. Die Beteiligten profitieren von den unterschiedlichen Stärken und Persönlichkeiten der Mediatoren und einem breiteren Spektrum an Fähigkeiten und Erfahrungen.
Co-Mediation ist dann empfehlenswert, wenn der Konflikt besonders vielschichtig und komplex ist. Das ist der Fall, wenn Konflikte aus einem Mix persönlicher, rechtlicher, geschäftlicher und finanzieller Belange bestehen, bei denen die Sachprobleme durch massive persönliche Vorwürfe begleitet werden. Auch bei einer lang andauernde
n Konfliktgeschichte und einer Vielzahl von Konfliktparteien, oder bei einem Machtungleichgewicht zwischen den Beteiligten, kann die Co-Mediation sehr hilfreich sein, so zum Beispiel bei
Erbauseinandersetzungen Schwierigkeiten bei der Unternehmensnachfolgebetriebsinternen Schwierigkeiten unter Mitarbeitern und VorgesetztenKonflikten im Zusammenhang mit Bauvorhabenandauernden Nachbarstreitigkeiteninterkulturellen Konflikten Auch in der Familien-Mediation fühlen sich die Beteiligten oftmals wohler, wenn das Verfahren von zwei Mediatoren durchgeführt wird.
Co-Mediatoren haben den Vorteil, dass sie sich während der Mediation wechselseitig ergänzen, stärken und entlasten und den Prozess gemeinsam reflektieren können. Sie bieten damit eine höhere Verfahrensqualität und Effizienz als Einzel-Mediatoren. Sie können als Vorbild für die Beteiligten deutlich machen, dass sie trotz unterschiedlicher Meinung gut mit ihrem Co-Mediator zusammenarbeiten. Die Beteiligten erhalten die Chance durch doppelte Präsenz und Kompetenz rascher und effizienter zu einer Konfliktlösung zu gelangen.